Equal Pay Day heuer am 11. Februar
Laut dem Netzwerk „Business and Professional Women Austria“ (BPW) verdienen Frauen in Österreich um 11,5 Prozent weniger als Männer. Dies bedeutet, dass Frauen im Vergleich zu Männern 42 Tage im Jahr faktisch „gratis“ arbeiten. Ohne gezielte politische Maßnahmen wird es bei gleichbleibender Entwicklung erst im Jahr 2043 zu einer Angleichung der Einkommen kommen.
Für diese Berechnung verwendet das BPW-Netzwerk das Medianeinkommen, also den mittleren Wert der Einkommenshöhen. Wird hingegen das Durchschnittseinkommen herangezogen, ergibt sich laut der AK Oberösterreich eine noch größere Lücke von 15 zusätzlichen Tagen.
Es ist inakzeptabel, dass Frauen weiterhin auf gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit warten müssen. Die Gewerkschaftliche Linke fordert daher verbindliche Maßnahmen seitens der Politik. Unter anderem eine verpflichtende Überprüfung der Entgeltpraxis in Betrieben und Verwaltungen, begleitet von einem externen Prüfrecht der Arbeiterkammer, die Einführung eines Gleichstellungs-Checks für alle politischen Vorhaben sowie die gesetzliche Verankerung eines steuerfreien und valorisierten Mindestlohns.
Weitere Beiträge
Faul, asozial und sozialschmarotzend?
Österreich hat nach der Niederlande die höchste Teilzeitquote in der EU. Die zahlreichen Teilzeitbeschäftigten werden immer öfter öffentlich gemobbt –...
Zum Internationalen Frauentag 2025
Dafür braucht es nicht nur ein Regierungsprogramm, sondern auch einen verpflichtenden Gleichstellungs-Check für alle politischen Vorhaben, um den unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten gerecht zu werden.
„Equal Pay Day“ oder „Jährlich grüßt das Murmeltier“
In der Halloween-Nacht, ironischerweise zur Geisterstunde, ist es soweit, dass der Spuk der Ungleich-Entlohnung zum Equal Pay Day führt. Frauen...
AK-Vollversammlung zeitgleich mit Frauentag
Ohne Frauen*bewegung gäbe es heute kein Frauenwahlrecht, kein Selbstbestimmungsrecht und kein Recht, über den eigenen Körper entscheiden zu können. Bis...
Umverteilung von Sorgearbeit
Evi Kofler: “Es braucht einen Gleichstellung-Check für alle politischen Vorhaben!” Nach wie vor leisten Frauen den Hauptanteil an unbezahlter Haus-...
HARTES PFLASTER
„Frauenpolitik ist das Bohren harter Bretter, aber es kommt noch eine Stahlplatte hinzu“, meinte die verstorbene Frauenministerin Sabine Oberhauser. Die...
